21. Juli 2016

Die GAPS-Diät - Mut zur Lücke

Viele assoziieren mit dem Begriff Diät - Abnehmen.
Das Wort "Diät" definiert aber erst einmal nur, dass eine Ernährungsumstellung vorgenommen wird. Das kann wegen Diabetes sein, zu hoher Cholesterinwerte, Nahrungsmittelunverträglichkeiten aus privaten Gründen oder ja eben auch um ab zu nehmen.
Die GAPS-Diät ist wohl eher am wenigsten fürs Abnehmen gedacht. Sie ist auch nicht nur eine bloße Ernährungsumstellung, sie ist Lebensstil. Genau wie die Paleo-Ernährung oder auch Veganismus. 

Was bedeutet GAPS eigentlich?

Das Akronym GAPS steht für Gut-And-Psychology-Syndrom. Auf deutsch etwa Darm-Körper-Hirn-Syndrom. Es wurde von der Neurologin und Ernährungswissenschaftlerin und Autorin des Buches "GAPS- Gut and Psychology Syndrom Wie Darm und Psyche sich beeinflussen" Dr. Natasha Campbell-McBride beschrieben und erforscht. Antrieb erhielt sie durch ihren autistischen Sohn. Sie stellte fest, dass bei einer Vielzahl die Physiologie und Psychologie betreffenden Krankheiten, ein aus dem Lot geratener und fehlbesiedelter Darm eine Rolle spielt und eine vollständige Sanierung desselben, zu Linderung oder sogar kompletten Ausheilung verschiedenster Symptome oder Erkrankungen führen kann. GAPS beschreibt also eine Verdauungsstörung, die zu chronischen Erkrankungen der Psyche oder des Körpers führen kann. Die GAPS-Diät dient der kompletten Regeneration und Heilung des Darmes und Entgiftung des Körpers. Nicht nur durch eine spezielle Ernährung, die voll an nährstoffreichen und probiotischen Nahrungsmitteln ist und keinerlei industrielle Fertigprodukte zulässt, sondern auch durch Verwendung entsprechender Kosmetikartikel oder Haushaltsreiniger. Der Körper soll so wenig Gift als möglich ausgesetzt werden. 

Dass die Abkürzung "GAPS" übersetzt auch noch "Lücke" bedeuted, passt in diesem Fal besonders gut. Denn betroffene Menschen fallen im Gesundheitssystem oft durch eine Lücke und leiden jahrelang an verschiedensten Gebrechen, ohne dass die Schulmedizin dem Ursprung der Probleme auf den Grund kommt und es lediglich bei Symptombehandlungen bleibt. 

Im ersten Moment klingt das nach komplett übertriebenem Öko-Tum und einem Verrücktmachen der Menschheit, aber wenn man etwas in sich geht und überlegt, was alles tagtäglich auf uns einströmt, was wir über unsere Haut aufnehmen, wie wir uns ernähren und dass heutzutage nur noch 16% statt früher über 45% des Lohnes für Nahrungsmittel ausgegeben werden, dann finde ich das schon sehr plausibel. Alkoholiker oder Drogenabhängige werden auch nicht clean indem sie nur ab und zu ihren Konsum einschränken.


Was ist die Ursache für GAPS?

Auch diese Antwort steckt zum Teil schon im Wort selbst. Der lückenhafte Darm oder "leaky-gut" wir als Gundübel für verschiedenste Folgeerkrankungen gesehen. Spätestens seit dem Buch "Darm mit Scharm" von Giulia Enders dachte ich das Bewusstsein über die immense Bedeutung dieses Organs wäre gewachsen. Trotzdem ist es immernoch ein Tabuthema. Dabei kenne ich wirklich kaum jemanden der keine Verdauungsbeschwerden hat oder völlig gesund ist. Und mit Verdauungsbeschwerden meine ich nicht nur Durchfälle oder Verstopfung, sondern im weiteren Sinne auch Blähungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Sodbrennen. Viele kennen auch ein ganz normales Hungergefühl gar nicht mehr.
Außerdem kenne ich genug Menschen in meinem Umfeld, die Probleme mit Laktose oder Weizen/Gluten oder beidem haben.Viele fühlen sich einfach nie wohl, sie sind müde und schlapp und haben keine Energie. Ich bemerke, dass bei sehr vielen mit Mitte-Ende Zwanzig ein Leidensweg beginnt oder schon solche Ausmaße angenommen hat, dass sie sich fragen:

"Warum?
Ich bin doch noch jung und habe das ganze Leben vor mir? 
Warum fühle ich mich wie 80?


Campbell-McBride und viele andere Wissenschaftler, Mediziner und Betroffene sehen die Ursache für all das im Darm. Unsere westliche, moderne Ernährungsweise steckt voller Zusatzstoffe und künstlichen chemischen Verbindungen auf die unser Körper nicht eingestellt ist. Zumindest nicht in den Mengen in denen sie heutzutage verzehrt werden. Multiple Antibiotikagaben bei jeder Kleinigkeit und Konsum verschiedenster Medikamente auch hormonelle Verhütungsmittel und sogenannte "Nicht steroidale Antiphlogistika" (Ibuprofen gegen Kopfschmerzen), außerdem Stress und die hastige Esskultur wirken sich negativ auf die Darmflora aus. 

Das bedeutet kurz gesagt, die guten Darmbakterien, die wir brauchen um unser größtes immunologisches Organ, den Darm, widerstandsfähig und gesund zu halten, bekommen zu wenig Nahrung und sterben zugunsten der schlechten Darmbakterien ab. Die guten Darmbakterien sind wichtig für den Energiehaushalt der Darmschleimhaut und sind die rechte Hand des Immunsystems. Durch ihr Absterben entsteht eine sogenannte "Dysbiose". Kurzfristige Dysbiosen kommen immer wieder vor und sind auch normal, ein gesunder Körper kann das ausgleichen. Leider ist das eben bei den meisten nicht der Fall. Ich kenne auch keinen Arzt, der nach einer Antibiotikagabe dazu rät eventuell Probiotika einzunehmen und eine kurzfristige Ernährungsumstellung durchzuführen um die guten Bakterien, die durch die Antibiose ebenfalls ausgemerzt wurden wieder anzusiedeln. 
Es beginnt der Teufelskreis.

Im Darm wird somit nicht nur die schützende Bakterienschicht, die ihn auskleidet und eine Masse von ca. 1 1/2-2kg einnimmt zerstört (Und da soll noch einer behaupten Glyphosat, das ein Antibiotika ist, habe keine Auswirkungen auf den Menschen)  auch die Schleimschicht wird zunehmend erodiert und die Darmwände durchlässig für unverdaute Nahrungsbestandteile, Giftstoffe und Krankheitserreger. Die Bakterien des Darmes haben nämlich vielfach auch die Aufgabe krankmachende Viren, Bakterien und Toxine unschädlich zu machen BEVOR sie dem Immunsystem überhaupt auffallen. Außerdem bilden die schädlichen Bakterien, Pilze und Parasiten selbst Giftstoffe, die bei einer Dysbiose dann in krankmachenden Mengen anfallen.

All diese Stoffe, die in unsere Blutbahn geraten, obwohl sie da nicht hin gehören, setzen sich in den verschiedensten Organen und Geweben ab . Jeder von uns hat ein schwächstes Glied in der Organkette und je nachdem welches unsere Schwachstelle ist, zeigen sich die ersten Symptome. So kann "leaky-gut" eine Autoimmunerkrankung, wie bei mir z.B. der Schilddrüse genannt Hashimoto, auslösen. Oder man leidet unter vermehrten Kopfschmerzen und Migräne, hat Menstruationsbeschwerden, bekommt Nahrungsmittelunverträglichkeiten, leidet an Gelenkschmerzen, hat Neurodermitis oder Akne und vieles mehr. Im Laufe der Jahre vermehren sich die Beschwerden und weiten sich auf andere Organe aus und so entsteht dieses komplexe und unspezifische Syndrom. Es folgen oft viele Arztbesuche und viele Arztwechsel, meist geht man nach jedem Besuch wieder ernüchtert nach Hause weil weder im Blut noch bei sonst irgendwelchen gängigen schulmedizinischen Untersuchungen etwas gefunden wurde. 
Die Aussage dann meist: " Sie sind gesund, meiden sie Stress und schlafen sie viel." Oder "Sie haben einfach einen Reizdarm" 
Vielfach gesellen sich dann über kurz oder lang auch Stimmungsschwankungen oder Depressionen mit dazu.
Bei Kindern aus sogenannten GAPS-Familien, also Familien in denen Darmprobleme im Zusammenhang mit anderen chronischen Erkrankungen gehäuft vorkommen, sieht man häufiger Autismus oder AD(H)S  angesiedelt. Da die Zahl der autistischen Spektrumstörungen in relativ kurzer Zeit so stark angestiegen ist, kann man nicht mehr nur von einer genetischen Ursache ausgehen. Es muss auch andere Zusammenhänge geben. In der Vergangenheit ist die Masern-Impfung diesbezüglich kontrovers diskutiert worden. Campbell-McBride und andere Wissenschaftler wie der Neurologe Dr. David Perlmutter (Autor der Bücher "Dumm wie Brot" und "Scheißschlau") gehen davon aus, dass das Immunsystem der GAPS-Kinder so geschwächt ist, dass es mit den Impfstoffen und deren Trägersubstanzen nicht zurecht kommt. Die Impfungen nehmen damit also denselben Stellenwert ein, wie alle anderen Umweltgifte, die uns umgeben. Das bedeutet nicht das Impfungen an sich schlecht sind. Man müsste vielleicht eher die Impfschemata für diese Kinder neu überdenken. allerdings wird in Deutschland so früh geimpft, dass zu diesem Zeitpunkt oft noch nicht klar zu erkennen ist ob das Kind ein Problem hat oder nicht. Man kann nur anhand der eigenen Geschichte davon ausgehen.Warum, habe ich hier bereits kurz erklärt.


Ein Zitat von Natasha Campbell-McBride aus dem Buch "Heile deinen Darm - Die GAPS-DIÄT" von Hilary Boynton & Mary G.Brackett sagt es ganz treffend.

<< Der Darm ist ein langer Wulst, der sich durch unsere Körpermitte schlingt und uns das zurückgibt womit wir ihn füttern >>

Mit diesem Zitat möchte ich meinen heutigen Beitrag beenden und es ein wenig wirken lassen.
Vielleicht habt ihr damit selbst Erahrung gemacht als Betroffener oder jemand der jemanden kennt....Erzählt mir gern davon!
Im nächsten Beitrag geht es dann um die Frage:
"Für wen/welche Erkrankungen eignet sich die GAPS-Diät?"
Dann vielleicht auch wiedermal ein Beitrag mit Bild, aber ich habe einen so langsamen Rechner und momentan zu wenig Zeit um Bilder zu machen oder zu bearbeiten.


Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Bis bald, Eure



Nathalie




5. Juli 2016

Die GAPS-Diät oder warum ich meinem Kind "das antue"

Wenn es ums Thema Ernährung geht, werden ja schon fast Kriege geführt. Es gibt wohl kaum ein heikleres und kontroverser diskutiertes Thema als die richtige Ernährungsform. Leider muss ich auch sagen wird vieles gleich ideologisiert und dogmatisch auf dem eigenen Ernährungsstil herumgeritten, denn was für einen selbst gut ist MUSS ja für andere auch gut sein.
Wenn es ums Essen bei Kindern geht, auweia, da ist man lieber ganz still wenn man nicht eine Debatte von Eurokrisen-Ausmaß entfachen will.
Kinder sollen keine Milch trinken, keine Flaschennahrung bekommen, Beikost umgotteswillen  nicht in Breiform, denn alle Kinder die nicht durch Baby-Lead-Weaning  ans Essen herangeführt wurden, werden später mal dick. Wenn Brei, dann muss natürlich ein Thermomix her, denn ohne Thermomix kann kein Brei gemacht werden.  Kleinkinder sollen keine Erdbeeren essen, Honig ist sowieso giftig und die beste Empfehlung die ich mal bekommen habe: Kinder sollen erst ab drei Jahren Eis essen.

Puh da habe ich wohl - außer dass ich gestillt habe - ja so ziemlich alles falsch gemacht. Okay den Thermomix habe ich aber das ist glaube ich ein anderes Thema.

Was aber alles Kinder dürfen, ist Unmengen an Brezeln und Nudeln und Pommes und Süßigkeiten essen.

Unser Sohn ist jetzt drei Jahre alt. Es war nie "leicht" mit ihm. Absolut kein Anfängerkind.Alles war problematisch. Er schlief nicht, schrie viel, war immer sehr ängstlich und ich konnte ihn nie aus der Hand geben, ohne dass es im Drama endete. Stillen war Problematisch, die Beikosteinführung war ein Drama bis die einigermaßen richtige Konsistenz gefunden war. Denn ein Kind interessiert es nicht in welcher teuren Küchenmaschine der Brei gemacht wurde, wenn er nicht die richtige Konsistenz hat und zu heiß oder zu kalt ist. Die Ankunft seiner Schwester war die ersten 4 Monate die Hölle für mich. Von Eifersucht hatte ich schon gehört, aber dass es solche Ausmaße annehmen würde, hätte ich mir nicht träumen lassen. Insgesamt ist alles extrem bei ihm. Er ist oft laut obwohl er selbst laute Geräusche nicht mag. Er ist extrem mäkelig beim Essen, muss aber an allem riechen und ist sehr geruchsempfindlich. Lediglich die üblichen Nahrungsmittel auf die wohl alle Kinder abfahren isst er und in der letzten Zeit sogar schon fast suchtartig. Nudeln, Pommes, Brezeln, Waffeln, Gnocci, Bananen, Griespudding oder Milchreis (aber nur den gekauften, den selbstgekochten verschmäht er ohne zu probieren). Wir waren immer froh, dass er wenigstens gern Obst isst, denn sonst wüsste ich manchmal nicht wie ich irgendwelche Vitamine in das Kind bekommen sollte. Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich mich schon lange glutenfrei und milchfrei ernähre und auch sonst sehr auf die Ernährung achte. Da fragen sich viele wahrscheinlich wenn sie meine Bilder sehen, was isst eigentlich das Kind?? Naja das was es mag. 
Ich habe manchmal drei Gerichte gekocht. Ich biete ihm immer auch die gesunde Variante an, oder habe ihm auch schonmal keine Alternative gelassen. Ich habe aber immer versucht das Essen nicht zum Thema zu machen. Es nutzt alles nichts. Jede Mahlzeit ist das reinste Theater. Er stopft alles nur in sich rein und nach 3 Minuten ist er fertig und will aufstehen. Mit Mühe und Not kann man ihn noch etwas im Zaum halten bis man selbst sein Essen heruntergeschlungen hat. Teils hatte ich das Gefühl ER macht das Essen zum Thema um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.Für mich ist diese Art zu Essen Gift. Denn da ich selbst Darmprobleme habe, sollte ich eigentlich auch vor allem langsam und in Ruhe essen.

Nun könnte man sagen "ja der Geschmackssinn entwickelt sich aber noch, das wird sich ändern wenn er in den Kindergaren kommt/größer wird." "Sei doch froh wenn er dann Nudeln etc überhaupt gut isst!""Das ist jetzt eine Phase" "Viele Kinder sind halt einfach so"
Nein so ganz froh bin ich damit nicht und ich nehme es auch nicht hin, dass eben viele Kinder so sind, denn zu bedeuten hat das noch lange nichts. Ich kann nur betonen, dass es mir hier nicht darum geht, meinem Kind meinen Ernährungsstil aufzudrängen.

Im letzten halben Jahr ist mir immer mehr aufgefallen, wie sehr sein Verhalten von dem was er isst abhängt. Bei uns gibt es durchaus auch Süßigkeiten. Aber nie im Übermaß und nie so, dass er sich selbst bedienen kann, außerdem gibt es keine Limonaden oder Cola. Trotzdem machte er immer mehr einen hyperaktiven Eindruck. Oft nach dem Essen. Sein Verhalten wird dann teils so extrem, dass er wie eine Wand um sich hochfährt und man kein Stück mehr an ihn herankommt. Er schreit herum, geht auf seine Schwester los, schüttelt wie wild mit dem Kopf und fängt an eine Phantasiesprache zu sprechen. Es ist als ob er sich nicht mehr im Griff hätte und irgendeine andere Macht die Kontrolle über seinen Körper übernimmt. Das Schlüsselerlebnis war dann im Urlaub vor drei Wochen. Natürlich bekam er seine Lieblingsspeisen zu essen, denn Mama und Papa wollten ja, dass das Kind zufrieden ist und satt und alle einen entspannten Urlaub haben. Allerdings war in den ersten Tagen genau das Gegenteil der Fall. Ich erkannte ihn kaum. Er war überdreht wie ein ADHS-Kind aus dem Lehrbuch, er hörte kein Stück und stand komplett neben sich. Außerdem baut er keinen Blickkotakt auf.
Dann ist er aber wiederum ständig müde. Beim Ponyreiten, was ihm total Spaß macht, oder Karussellfahren wirkte er völlig teilnahmslos und starrte vor sich hin. Es schien als hätte er gar keine Freude daran bzw. als könne er das alles gar nicht aufnehmen. Diese Müdigkeit hat er schon lange. Er schläft nachts 12 Stunden und Mittags noch einmal zwei bis drei Stunden. " Ich solle doch froh sein, manche Kinder brauchen das einfach" War der Kommentar vom Kinderarzt. Dass er aber nach einem 12-Stunden-Schlaf nach zwei bis drei Stunden schon wieder hundemüde ist, finde ich eben nicht normal. Doch leider wird man oft durch solche gut gemeinten, beruhigenden Aussagen von seinem Muttergefühl, dass irgendwas nicht in Ordnung ist, abgebracht.

Zurück zum Urlaub. Nach zwei Tagen Höllen-Theater haben wir beschlossen, dass er kein Weißmehl mehr bekommt. Ich gab ihm mein glutenfreies Kastanienmehl-Knäckebrot, dass er gern isst und er bekam auch glutenfreie Nudeln von mir. Was soll ich sagen, er war nach 2 Tagen wie ausgewechselt. Er war zugänglich, ruhig und trotzte kaum. Und er war viel empathischer gegenüber seiner Schwester.

Ich beobachtete ihn weiter. Das Verhalten ist nur noch schlimm, wenn er mal mehr Zucker isst aber auch besonders wenn er viel Stärkehaltiges isst.
Nach zwei Wochen bekam er dann mal Gnocci. Er schaufelte sie sich rein als gäbe es kein Morgen mehr. Tatsächlich war am nächsten Morgen mein lieber Junge nicht mehr anwesend. Er stand mit geschwollen Augen und einer üblen Laune auf und war den ganzen Tag unerträglich. Bei der Tagesmutter bekam er dann Kartoffeln und nachmittags war er kaum zu bändigen. Er war fahrig und trotzig und übellaunig.

Nun könnte man sagen " Will sie jetzt ihre Unfähigkeit ihr Kind zu erziehen aufs Essen schieben?" "Nur weil ein Kind trotzig ist, muss es doch nicht am Essen liegen"

Eine vielleicht zwei entscheidende Punkte muss ich dann hier aber noch hinzufügen.

Punkt eins: Seit er auf der Welt ist, hatte er nie normalen Stuhlgang. Er macht keinerlei Anstalten trocken zu werden, weil er eigentlich immer Durchfall oder sehr breiigen Stuhl hat. Auch da sagte der Kinderarzt dass das bei 9 von 10 Kindern normal sei. So What???? 
Er hat oft Bauchweh vor dem Stuhlgang. Stuhlproben, die untersucht wurden waren negativ und auf Lactose- bzw. Fructoseintoleranz wird nun getestet.


Punkt zwei: Während meiner Schwangerschaft mit ihm und schon viele Jahre davor, hatte ich auch extreme Darmprobleme, die von den Ärzten immer als Reizdarm abgetan wurden. Außerdem habe ich eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Ich habe mich leider, dadurch dass ich zum Glück keine Probleme hatte schwanger zu werden, nie damit befasst inwiefern das alles Auswirkungen auf mein Kind haben könnte. Ich glaubte das hätte keine Konsequenzen. Auch die Ärzte sagten dazu nichts. 

Inzwischen bin ich da anderer Meinung. 

Und genau um diese Zusammenhänge wird es hier auf dem Blog nun gehen. Ich habe viel recherchiert und gelesen. Über das Paleo Autoimmun-Protokoll bin ich dann bei der GAPS-Diät gelandet. Die GAPS-Diät wurde entwickelt um Kinder und Erwachsene vom sogenante Gut-and-Psychologie-Syndrom zu heilen. Die Zusammenhänge einer gestörten Darmflora/-funktion und allen möglichen Erkrankung von Autoimmunerkrankungen bis hin zu eben psychischen/neurologischen Erkrankungen wie Autismus, AD(H)S, Depressionen und Schizophrenie, sind eigentlich gut erforscht. Nur leider nicht sehr bekannt. Bei der GAPS-Diät wird komplett auf alle Getreide auch Reis und Pseudogetreide wie Quinoa, Buchweizen etc verzichtet. Außerdem auch auf Stärkehaltige Nahrungsmittel wie Kartoffeln. esweiteren auf alle Zucker und Süßungsmittel. Milchprodukte werden später langsam wieder eingeführt. Das Prinzip liegt darin, die Fehlbesiedlung im Darm zu heilen und den "schlechten" Bakterien die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Es wird mit Probiotika die gute Flora wieder angesiedelt und durch sehr nährstoffdichte Lebensmittel und Öle die leeren Reserven an Vitaminen und Mineralstoffen wieder aufgefüllt. Das gelingt auch durch viel selbstgekochte Brühe und selbst hergestellte Säfte. Außerdem wird der Darm wo es nur geht mit probiotischem Essen, wie fermentiertem Gemüse, selbst hergestellte Joghurt und Kefir unterstützt.
Ich höre förmlich den Aufschrei: "Was soll das Kind dann noch essen??"
Oh es gibt genug. Es ist eben nur nicht mehr so einfach für die Eltern. Brezel in die Hand und ab dafür ist dann passée. Es wird aber von wirklich allen berichtet, dass die Kinder zwar in den ersten Tagen natürlich ein Problem damit haben, dass es ihr Essen nicht mehr gibt, die meisten lassen sich allerdings schnell darauf ein und sobald die Darmflora zugunsten der guten Bakterien kippt, und die Bösen nicht mehr nach ihrem Essen verlangen, lässt auch der Schrei nach Zucker und Stärke nach und die Kinder merken wie gut ihnen die Diät tut.
Nun ja....ich bin gespannt wie es sich bei uns entwickeln wird.

Immer mehr kommt der Weizen/das Getreide beziehungsweise eigentlich unsere gesamte moderne auf zu viel Kohelnhydrate basierende Ernährungsweise in Verruf und es schwappt ein Glutenfrei-, Eat-Clean- und Paleo-Hype von den USA zu uns. Back to the basics heißt es immer mehr. Gluten und unser industriell hergestelltes "Processed Food" mit all seinen Zusatz und Konservierungsstoffen soll hauptverantwortlich sein für die Entstehung des sogenannten "Leaky-Gut" - dem löchrigen Darm. Kurzum, die Darmwand wird durch falsche Ernährung und Fehlbesiedelung im Darm geschädigt und durchlässig für Giftstoffe und nicht vollständig verdaute Nahrungsbestandteile. Diese gelangen dann ins Blut und lösen Autoimmunerkrankungen und Nahrungsmittelintoleranzen aus und können sich aber auch im Hirn festsetzen und dort eben Depressionen und andere neurologische Störung bewirken. Viele berichten ja im Zusammenhang mit einer Glutensensibilität auch vom sogenannten "Brain-Fog",der sich sich lichtete sobald sie sich glutenfrei ernährten.  Der Ansatz ist also immer den Darm zu sanieren, den Verdauungstrakt wieder ins Geichgewicht zu bekommen und den chronischen Nährstoffmangel unter dem viele leiden wieder aufzufüllen. Oft verschwinden dann auch Nahrungsmittelintoleranzen, und die Symptome der Autoimmunerkrankungen, die im allgemeinen beide wahnsinnig auf dem Vormarsch sind. 

Vielleicht sollten wir uns mal fragen warum?? Ebenso wie, warum gibt es eigentlich kaum noch jemanden in unserem Umfeld, der keine Darmprobleme hat? Und warum ziehen die Menschen keine Konsequenzen daraus? Ist Essen das uns krank und nicht leistungsfähig macht wirklich gut für uns? Und erst recht für unsere Kinder? Ich sehe immer mehr Mittzwanziger, die schon extreme Gesundheitsprobleme haben. Warum sind Erkrankungen wie AD(H)S oder Autismus so auf dem Vormarsch? 
Scheinbar weil alle ihre Kinder nicht im Griff haben oder jedes nicht in die Norm passende Kind einer Diagnose zugeordnet wird, die das alles rechtfertigt. Weil die Eltern nicht mit den Kindern klarkommen weil sie so gestresst sind und keine Zeit für die richtige Erziehung haben. Es wird dabei völlig ausgeschlossen und außer Acht gelassen, dass diese Verhaltensauffälligkeiten auch körperliche Ursachen haben können. Warum?? Es ist doch so naheliegend, dass sich Kinder durch ihr Unvermögen sich sprachlich auszudrücken immer durch ihr Verhalten versuchen mitzuteilen. Wie soll es sich mitteilen ob es ihm nicht gut geht. Wenn es ihm von Geburt an nicht gut geht und es vielleicht Bauchschmerzen vor dem Stuhlgang als normal aber unangenehm empfindet und nicht explizit sagt, dass ihm etwas weh tut, kann es doch sein, dass es seinem Schmerz und Unbehagen eher über ein hyperaktives und für uns nicht verständliches Verhalten Ausdruck verleiht.
Es ist bekannt und erforscht, dass die Darmflora der Mutter sich durch den Kontakt bei der Geburt auf das Kind überträgt und den Grundstein für die Darmflora des Kindes legt. Ein Kaiserschnitt-Kind hat eine andere Darmflora als ein Kind das über natürlichem Weg geboren wurde. Ein Stillkind hat eine andere Flora als ein Flaschenkind. Die Wege hin zu Darmproblemen werden also schon viel früher bereitet als wir denken. 

Da ich nun nicht länger warten will ob das Verhalten meines Kindes nun nur eine Phase ist oder er einfach tatsächlich eine Problematik von mir mitbekommen hat, mit der nicht zu spaßen ist, habe ich beschlossen mit ihm die GAPS-Diät durchzuführen. In zwei Wochen geht es los. Ich will euch daran teil haben lassen so gut es eben geht. Wahrscheinlich mehr auf Instagram als hier auf dem Blog.
Bis dahin will ich versuchen euch noch mehr über die Diät und ihre Hintergründe zu erzählen.


Ich wünsche euch einen wundervollen Tag!!

Herzliche Grüße Eure 


Nathalie 





28. Juli 2015

Bloggen und Alltag und eine frohe Botschaft {Schreibzeit #7 }



Wann machst du das alles? 

Eine Frage die Bine von waseigenes in ihrer Schreibzeit beantwortet und uns dazu einlädt dies auch zu tun.


Zwischen November 2014 und März 2015 haben mir viele Freunde diese Frage auch gestellt. Ich habe als ich mit Bloggen angefangen habe zwei Tage pro Woche Vollzeit gearbeitet. Ab Dezember wurde unser Würmchen dann statt zwei, drei Tage pro Woche von einer Tagesmutter betreut und somit hatte ich einen Tag "frei". An diesem Tag konnte ich in Ruhe Fotos machen und Beiträge schreiben. Außerdem habe ich auch oft abends, sobald das Würmchen geschlafen hat, noch bis nachts weitergemacht. 
Im Frühjahr ging mein freier Tag flöten weil ich mehr arbeiten musste, um Minusstunden, die nicht mal durch mein eigenes Verschulden entstanden waren, aufzuarbeiten bevor ich dann ab Mai offiziell aufstockte. Somit arbeitete ich drei manchmal vier Tage Vollzeit und hatte ab und zu einen freien Tag. Wenn ich um 16:00 Uhr Feierabend habe fahre ich direkt das Würmchen abholen und damit er dann noch etwas draußen sein kann, gehen wir direkt an einen Spielplatz oder besuchen Baustellen in der Umgebung oder machen noch anfallende Besorgungen gemeinsamen. Es ist oft zwischen 17:30 und 18:00 Uhr bis wir zu Hause sind und dann gehts ans Abendessen machen. Gegen 19:00 Uhr wird meist gegessen, weil da dann auch der Mann des Hauses heimkommt. Bis das Würmchen schläft ist es meist 20:00 Uhr. Dann wird noch der Rest vom Essen aufgeräumt und dann lege ich das erste Mal am Tag die Füße hoch. 

Außerdem merkte ich immer mehr wie irgendwas immer auf der Strecke blieb. Wenn ich viele oder umfangreiche Beiträge schrieb kam ich irgendwann mit dem Haushalt ins Schleudern und musste an meinem freien Tag dann Großputz machen und wenn ich den Haushalt im Griff hatte, blieb mir nicht mehr viel Zeit zum Bloggen übrig. Mein Mann arbeitet jeden Tag lang und fast jedes Wochenende ist er auch eingespannt. Ich bin also meist auch fürs Bespaßen am Wochenende zuständig und habe da somit auch kaum Zeit. Wir haben keine Großeltern in der Nähe, die das Würmchen ab und an nehmen können. Ich weiß genau wie sich alleinerziehende Mütter manchmal fühlen müssen. Aber ich will nicht jammern...es ist eben so und ich habe das mit entschieden also trage ich es auch mit.
Trotzdem: 


Das Herz ist leer, der Kopf zu voll
nichts gelingt und alles soll
der nächste Tag ist schon das Ziel,
der nächste Tag das reicht als Ziel!  


...so fühlte ich mich manchmal.

Langsam musste ich mir eingestehen, dass alles zu viel war und mir selbst den Druck nehmen. Diejenigen, die meinen Blog verfolgt haben, haben ja gemerkt, dass die Beiträge immer seltener wurden und zuletzt eigentlich fast komplett einschliefen.
Für mich ist das sehr sehr schade, weil mir das Bloggen sehr viel gibt und wahnsinnig Spaß macht. Es ist wie Bine schreibt, es vereint so viele Leidenschaften.
Das Fotografieren, das Schreiben, sich mit den Lieblingsthemen beschäftigen, recherchieren selbst viel dazu lernen und alles mit interessierten Mitmenschen und Gleichgesinnten zu teilen. 








Ich habe meinen Schwerpunkt nun verlagert und mache es mir einfacher indem ich mehr auf Instagram poste. Schnell ein Foto mit dem Handy gemacht einen Text geschrieben und geteilt, geht dann doch leichter von der Hand als einen ganzen Beitrag schreiben mit komplettem Shooting dazu. Obwohl mir Zweiteres wirklich lieber wäre!

Ihr seht also bei mir ist das Integrieren des Bloggens in den Alltag leider direkt proportional mit der Aufstockung zu meinem jetzt 62%-Job in die Hose gegangen.

Aaaaber ich habe gelernt zuversichtlich zu sein und darauf zu vertrauen, dass sich alles regelt und die Zeit wieder kommt.

Und die Zeit ist nun gekommen und ich habe nun etwas Freudiges zu verkünden.
Wir erwarten nämlich Nachwuchs.
Jetzt denkt ihr bestimmt Hä? Sie hat kaum Zeit und jetzt noch ein zweites Kind? Naja jetzt bin ich ja auch bald erstmal daheim. Das Würmchen geht inzwischen vier Tage zur Tagesmutter und das zum Glück unglaublich gern!
Das heißt also erstmal ganz viel Zeit für mich bis der nächste Knirps da ist. Und diese Zeit versuche ich wieder mehr zu nutzen um Beiträge zu schreiben. Wie es dann wird muss man sehen aber da stresse ich mich nicht. Nicht mehr. Alles kommt und geht zu seiner Zeit. 

Die Schwangerschaft verläuft bis jetzt gut, nur dass ich viel viel schlapper bin als bei der ersten Schwangerschaft. Vor allem nach dem Arbeiten noch 4 Stunden weiter Action, da fallen mir oft wie bei einer Puppe die Augendeckel zu sobald ich in der Horizontalen liege.
Auch deswegen sind die Beiträge immer weniger geworden. Die kostbare Zeit am Abend konnte ich nicht mehr nutzen. Ich bin sooo müde!

Aber es geht bestimmt vielen anderen auch so!
Mich würde das ja sehr interessieren, denn ich stelle mir diese Frage auch so oft! Vor allem jetzt wo Organisationstalent mehr denn je gefragt ist. Gerade bei Müttern die mehrere Kinder haben und dann noch Bloggen oder Hobbies haben und arbeiten....Wie machen die das bloß?? 
Aber irgendwie hat jede Familie oder jede Mutter da wohl ihr eigenes Geheimrezept und weil es bei ihr so funktioniert, muss das bei einer anderen noch lange nicht so sein. Denn jede Familie hat ihren eigen Rhythmus, ihren eigenen Kosmos, man kann sich ein bisschen was abschauen aber im Großen und Ganzen muss man wohl selbst herausfinden, wo man Zeit abzweigen kann und wann die Familie einfach vor geht. Das hängt meiner Meinung auch sehr vom Alter der Kinder ab und was sie einem zugestehen. 

Ich bin Bine jedenfalls sehr dankbar, denn durch ihre schönen Themen kam ich wenigstens ab und an noch vor den Rechner und verlor nicht komplett den Faden.

Ich bin gespannt was ihr zu diesem Thema zu sagen habt und was eure Geheimnisse sind!



Bis dahin wünsche ich euch alles Gute!



Eure Nathalie

15. Juni 2015

Was bedeuted für dich Glück? {Schreibzeit #6}



GLÜCK. 

Das ist - obwohl nur einsilbig - ein großes Wort. Findet ihr nicht?
Es soll Ziel unseres Daseins sein ein glückliches, unbeschwertes Leben zu führen. Wir wünschen "alles Glück der Welt" zum Geburtstag, unseren Freunden und Liebsten, zu Weihnachten, Ostern, zur Hochzeit, zur Geburt, zu Prüfungen und anderen wichtigen Ereignissen. Irgendwie strebt jeder nach dem großen Glück.
Es ist als könnten die Menschen nie genug Glück haben.
Sabine von "waseigenes" hat dieses Thema für ihre Schreibzeit im Juni ausgesucht und gefragt was wir darüber denken.

Ich denke, dass jeder seines Glückes aber eben auch seines Unglückes Schmied ist. Und dass "glücklich sein" eine innere Haltung ist. Eine Haltung die eng verknüpft ist mit dem Lieben, sich zu Lieben und andere. Eine Haltung, der das Denken oft im Weg steht. Glück empfindet man. Man kann es nicht suchen und nicht finden, man fühlt es einfach plötzlich in sich, wenn es so sein soll - wenn man es selbst will.

Viele knüpfen das Wort Glück an Besitz oder das Finden eines geeigneten Partners. Sie denken wenn sie das oder jenes haben dann werden sie glücklich sein. Und auf der verkrampften Suche nach etwas, dass sie glücklich macht verlieren sie aus den Augen, dass man auch einfach so glücklich sein kann, ganz allein und jetzt sofort. Indem man einfach mal im Hier und Jetzt verweilt und sich umsieht - ganz bewusst.




Ich empfinde so viele Glücksmomente seit unser Sohn auf der Welt ist. Ihn einfach zu beobachten, zu sehen, wie er die Welt entdeckt. Wie er vor einem kleinen Käfer liegt und sich freut und noch Tage später davon erzählt. Wie er das erste Mal auf einem Pony reitet und stolz wie Bolle ist. Wie er sich in meine Arme kuschelt und zufrieden einschläft. Das Geräusch wenn er seine Kabaflasche trinkt. Die ersten Worte, die er morgens von sich gibt oder nach dem Mittagschlaf. Wie er mit Papa rangelt und sie sich gegenseitig die Welt erklären. All das zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht und macht mich glücklich. Er hat mich gelehrt den Moment zu genießen. Einfach mal zu akzeptieren, dass dies oder jenes jetzt nicht wichtig ist, sondern nur wir! In seine glücklichen Augen zu blicken und die Welt um uns herum versinken sehen. Und abends dann die Highlights des Tages mit meinem Mann zu besprechen. Das Glück in den Augen meines Mannes wenn er mir ein neues Album vorstellt, das er entdeckt hat und total super findet. Sich vom Glück der anderen anstecken zu lassen. Sich für andere freuen.

 Aber auch das Glück einfach allein zu sein. Haushalt erledigt und alle Möglichkeiten offen. Sich einen leckeren Smoothie machen. Oder endlich ein neues Rezept ausprobieren. Einfach Zeit im Netz vergeuden und sich schöne Dinge anschauen oder in Ruhe andere Blogs lesen. Ein Bad nehmen. Blumen kaufen und daheim arrangieren. Ein altes Lieblingslied anhören und mitsingen. Es sich mit der Lieblingszeitschrift auf der Couch bequem machen. Zeit zum Fotografieren haben. Mit Freundinnen Zeit verbringen. Allein spazieren zu gehen und bewusst alles was einem auf dem Weg begegnet wahr zu nehmen. Das alles macht mich glücklich.

Und warum? Weil ich dann zufrieden und bei mir bin. Ich stimme Sabine voll und ganz zu, wenn sie sagt, dass das Lebensglück auf einer Zufriedenheit und inneren Ruhe aufbaut oder andersherum und man auch von Erfüllung sprechen könnte. Es ist die Summe der kleinen Dinge.

Man muss ja nicht immer gleich nach dem ganz großen Glück streben...sondern sich erstmal in kleinen Schritten annähern und versuchen so oft wie möglich zufrieden zu sein. Dann kommt das Glück oft von ganz allein.

Dass man nicht ständig und überall glücklich sein kann versteht sich wohl von selbst. Denn was wäre das Glück ohne das Unglück, die Höhen ohne die Tiefen, die Freuden ohne das Leid. Die Waage sollte eben immer zu Gunsten des Positiven auschlagen. Wir haben nicht alles in der Hand, aber wir haben in der Hand, wie wir damit umgehen. Und wenn wir merken, dass wir aus irgendeinem Grund nicht glücklich sein können, dann müssen wir uns fragen warum und versuchen das zu ändern. Aktiv. Beim Glücklichsein ist es wie bei vielen Dingen im Leben, es fällt uns nicht immer einfach alles zu. Manchmal muss man sich auch ein bisschen selbst einbringen und die Umstände und Grundvoraussetzungen optimieren. Opferhaltung ist hier nicht gefragt.

Ich finde die folgenden Liedzeilen, die im Grunde alle ähnliche Aussagen haben, machen deutlich, dass viele das Glück greifbar vor sich haben aber es aus diversen Gründen nicht sehen.



"Das Glück steht vor dir an der Straße
und hält den Daumen raus
Aber alles geht so schnell, dass es dir immer erst auffällt
wenn du in den Rückspiegel schaust.
Aber dann ist es längst zu spät um anzuhalten
dann musst du weiter gerade aus
bis das Glück wieder an dir vorbei rauscht, weil du ständig in den Rückspiegel schaust"

aus "Rückspiegel" von Maxim




Und du stützt deinen Kopf auf einem Glas Weizen
und ich stütz´ meinen Kopf bis sie uns rausschmeißen
und wir schauen uns nur an wenn der andere nicht hinsieht 
und woran du denkst ist da wo ich hin will.

ey wir liegen so auf der Hand und merken`s nicht
ey wir liegen so auf der Hand und merken´s nicht
und so bleiben wir im Wartesaal zum Glücklich sein
und so bleiben wir im Wartesaal und warten mal...

aus "Wartesaal" von Bosse




Nicht in den Blicken der anderen
oder in ihrem Applaus
nicht in der Kunst an den Wänden
in deinem endlosen Haus
Nicht in den großen Momenten
oder dem Ring an der Hand
hast du es jemals gefunden
hast du es jemals erkannt
....
Immer dann, immer dann, immer dann
wenn es vor dir stand
hast du es nicht erkannt
immer dann, immer dann, immer dann
wenn es greifbar war 
dann war es dir zu nah
dann war es dir zu nah.

aus "Glück" von Alexa Feser




Was lernen wir daraus: Hirn aus, Augen auf, Herz ein - glücklich sein!
Raus aus dem Wartesaal und rein ins Leben. Atemzug für Atemzug genießen und die Freude des Lebens inhalieren - in was auch immer wir sie finden. Das ist jedem selbst überlassen.


Viel Glück dabei!


Eure Nathalie



22. Mai 2015

Foodist-Box {Mai}





Trotz Postbotenstreik hat auch die Mai-Foodist-Box ihren Weg zu uns gefunden. Wir freuen uns wirklich jedes mal wie Kinder. Bei der belgischen Schokolade und den Chips bekam mein Mann natürlich wieder leuchtende Augen...Er ist der Süßigkeitenvernichter bei uns.
Ich war begeistert von dem Granola und natürlich vom Hugo! Wahnsinn, mein Ästhetikherz ist aus dem Häuschen bei dem schönen Etikett der Flasche.

Aber nun genug, ich stell euch schnell die Produkte vor.

Inhalt Foodist-Box Mai


1. Mango Macadamia Granola von "Lizi`s" aus England
Ich habe selten ein so geschmacksintensives Granola gegessen, es gibt im Foodist-Shop noch andere Sorten, die alle lecker klingen und handgemacht sind. Außerdem ist Lizi Gründerin der Good Carb Food Company, die die glykämische Last von Lebensmittel untersucht. Ihre Granolas sind alle nach dem Prinzip der "komplexen Kohlenhydrate" ausgerichtet. Das bedeutet es werden nur Zutaten verwendet, die den Insulinspiegel konstant halten. Für die Untersuchungen an Probanten arbeitet sie mit Universitäten zusammen. Also ich finde das super!







2. Limone del Mediterraneo Pesto von "Indigusto" aus Berlin
Ein Tomatenpesto mit Zitronenthymian und Cashewkernen. Wunderbar sommerlich. Ich habe es direkt für einen Nudelsalat genommen. Es schmeckt so harmonisch und frisch! Auf ihrer Homepage kann man sich selbst Pesto mixen. Klingt spannend.

Für den schnellen mediterranen Nudelsalat:
500g Orichette Nudeln
großer Bund Rucola
10 Kirschtomaten oder getrocknete Tomaten oder beides
2 EL weißer Balsamico
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
4-5 TL Pesto

Nudeln bissfest kochen, Rucola kleinschneiden, Tomaten halbieren bzw. getrocknete etwas kleinschneiden, alles in einer Schüssel vermischen....genießen!


3. Der ehrliche Hugo von "Riegel Bioweineaus Deutschland
Im Namen steckt das Versprechen: nur ehrliche Zutaten, keine Zusatzstoffe, keine künstlichen Aromen. Der Wein kommt mit Limette, Holunderblüten und Minze aus, so wie es sein sollte. Und das schmeckt man. Im Vergleich zu anderen vorgemischten Aperitifen, ist "der ehrliche Hugo" nicht so grauenvoll süß und schmeckt herrlich nach Sommer!






4. Chilli Plantain Crisps von "Chika`s Foods"
Diese Chips sind aus Kochbananen, Westafrikas Pendent zu unserer Kartoffel. Die Bananen werden in kleinen Manufakturen in Westafrika überreif geerntet, in Scheiben geschnitten, gebacken und gewürzt. Mal was anderes! 

5. Helt Honey von aus Dänemark
Anthony Lee begann aus einer Laune heraus zu Imkern als er von England nach Dänemark zog und Probleme hatte einen Job zu finden. Von Familie und Freunden wurde er überredet eine Manufaktur zu gründen. Helt Honey steht für nachhaltige Bienenzucht also kleine Produktionschargen und besten Rohzutaten. Die Honiggläser wie auch seine Homepage sind liebevoll und entzückend gestaltet!






6. Dark Chocolate Bar von "Belvas" aus Belgien
Schokolade die glutenfrei ist, ohne raffinierten Zucker sondern mit Kokosblütenzucker und ohne sonstige Zusätze und Aromen auskommt und außerdem Bio und fairtrade nach den strengen Vorgaben der EMAS-Zertifizierung produziert wird. I like!






7. Kakao Haselnuss Flapjack von "Havervoll" aus Deutschland
Diese Riegel werden von Hand auf Backblechen ausgerollt, gebacken und zugeschnitten. Auch hier gilt: nur ehrliche Zutaten, keine Zusätze und Süße nur durch getrocknete Früchte und Honig. Ihre Homepage ist interessant, dort findet ihr einen Vergleich zwischen herkömmlichen Müsliriegeln und Flapjacks.






Hach!Ich freue mich schon wieder auf die nächste Box. Vielleicht konnte ich euch von einigen Produkten begeistern.

Ich wünsche euch einen genussvollen Tag!







Eure Nathalie